Hallo, ich bin Peter vom Redaktionsteam von dasisstberlin.de. Wussten Sie, dass der zweithöchste Berg Berlins komplett von Menschenhand geschaffen wurde? Diese künstliche Erhebung türmt sich 120,1 Meter hoch auf und besteht aus den Trümmern des Zweiten Weltkriegs.
Im Jahr 2026 erwartet Sie auf dem Teufelsberg eine einzigartige Mischung aus Geschichte, Kunst und Natur. Der Ort bietet einen atemberaubenden Blick über die ganze Stadt.
Seit 2018 steht das gesamte Gelände unter Denkmalschutz. Sie können die Spuren von drei Epochen entdecken. Dazu gehören eine nie fertiggestellte NS-Universität, Kriegstrümmer und eine Abhörstation aus dem Kalten Krieg.
Ihr Besuch 2026 wird zu einem besonderen Erlebnis. Täglich von 11 Uhr bis Sonnenuntergang öffnet der Ort seine Tore. Planen Sie Ihren Trip für unvergessliche Panoramen und tiefe Einblicke in die Berliner Vergangenheit.
Geschichte und Entstehung des Teufelsbergs
Was heute als natürliche Erhebung erscheint, ist tatsächlich das Ergebnis einer jahrzehntelangen Aufschüttung von Kriegstrümmern. Im Jahr 2026 können Sie diese faszinierende Geschichte hautnah erleben.
Die sichtbaren Spuren führen Sie durch verschiedene Epochen. Sie beginnen mit den Fundamenten einer nie fertiggestellten NS-Universität.
Aufschüttung aus Trümmern und historischer Hintergrund
Nach dem zweiten Weltkrieg begann die massive Aufschüttung. Über 22 Jahren hinweg transportierten Lastwagen täglich gewaltige Mengen Trümmerschutt an diese Stelle.
Die unvorstellbare Menge von 26 Millionen Kubikmetern Schutt entspricht etwa einem Drittel aller zerstörten Berliner Gebäude. Dieser Trümmerschutt formte buchstäblich den Berg, den Sie heute besteigen können.
Die Rolle des Ortes im Kontext des Zweiten Weltkriegs
Der Ort symbolisiert wie kaum ein anderer die Zerstörungen des zweiten Weltkriegs. Aus den Ruinen entstand etwas Neues – ein Mahnmal und gleichzeitig ein Zeichen der Hoffnung.
Bei Ihrem Besuch 2026 werden Sie diese verschiedenen historischen Schichten deutlich erkennen. Sie erzählen gemeinsam die bewegende Vergangenheit dieses besonderen Ortes.
Der Teufelsberg als US-Abhörstation im Kalten Krieg
Die strategische Lage des Berges machte ihn zum idealen Standort für eine geheime Abhöranlage der Amerikaner. In den 1950er Jahren erkannten US-Geheimdienste das Potenzial dieser einzigartigen Erhebung.
Aufbau der Field Station und radikale Umgestaltung
Aus einer mobilen Installation entstand die feste Field Station Berlin. Die Amerikaner errichteten fünf markante Radarkuppeln und einen 120 Meter hohen Mast.
Diese technische Meisterleistung ermöglichte das Abhören von Funksignalen tief im Gebiet des Warschauer Paktes. Die Anlage wurde zu einer der wichtigsten Abhörstationen des Westens.
Geheime Operationen und internationaler Spionageaspekt
Die Station diente als Knotenpunkt im globalen Spionagenetz Echelon. Verschiedene US- und britische Geheimdienste nutzten die Einrichtung während des gesamten Kalten Krieges.
Mit dem Ende des Kalten Krieges verlor die Abhöranlage ihre Bedeutung. Heute können Sie die originalen Räume besichtigen und mehr über diese geheime Spionagegeschichte erfahren.
Moderne Nutzung und kulturelle Vielfalt im Jahr 2026
Im Jahr 2026 erwartet Sie auf dem historischen Gelände eine faszinierende Mischung aus Kultur und Freizeitaktivitäten. Das Areal öffnet täglich von 11 Uhr bis Sonnenuntergang seine Tore.
Street Art, Führungen und Freizeitangebote
Die ehemalige Abhörstation beherbergt heute eine beeindruckende Street Art Gallery mit über 400 Werken. Internationale Künstler erweitern diese Sammlung monatlich.
Führungen decken verschiedene Themenbereiche ab. Sie können zwischen Geschichte, Street Art oder Botanik wählen. Die Ausstellung „Declassified“ bietet seit 2024 tiefe Einblicke in die Vergangenheit.

Vom Dach genießen Sie einen spektakulären 360-Grad-Blick über Berlin. Bei Sonnenuntergang wird dieses Erlebnis besonders magisch.
Naturerlebnisse und Erholung im Grunewald
Das Gelände lockt auch Sportbegeisterte. Seit vielen Jahren nutzen Mountainbiker die Trails am Nordosthang.
Longboarder fahren hier seit den 1980er Jahren Downhill-Strecken. Im Winter verwandelt sich der Berg in ein Paradies für Rodler.
Der Deutsche Alpenverein betreibt einen Kletterfelsen. Wanderer erkunden die Wege durch den angrenzenden Grunewald.
Für jede Zeit des Jahres finden Sie passende Aktivitäten. Der Silvesterlauf zieht jährlich viele Teilnehmer an.
Teufelsberg als Standort für Spionagegeschichte und filmische Highlights
Seit über vier Jahrzehnten zieht die mystische Atmosphäre des Berges Filmemacher aus aller Welt an. Die einzigartige Kombination aus verfallenen Spionagegebäuden und spektakulärem Stadtpanorama schafft unvergleichliche Kulissen.
Filmaufnahmen, Dokumentationen und kulturelle Referenzen
Die Geschichte des Teufelsbergs als Drehort begann 1979 mit Rudolf Steiners Film „Aufwind“. Seitdem folgten zahlreiche Produktionen. Die markanten Radarkuppeln bieten perfekte Kulissen für Spionage-Thriller.
Internationale Serien wie „Berlin Station“ drehten hier Schlüsselszenen. Das ZDF nutzte die Location 2017 für „Der gleiche Himmel“. Die Atmosphäre passt ideal zu Geschichten über den Kalten Krieg.
Künstlerische Projekte bereichern das Portfolio. Julian Rosefeldt drehte 2015 „Manifesto“ mit Cate Blanchett. Hito Steyerls Videoarbeit „Factory of the Sun“ zeigte den Ort auf der Biennale in Venedig.
In den letzten Jahren entdeckte auch die Musikszene den teufelsberg berlin. Peter Fox filmte 2023 „Weisse Fahnen“ hier. Prinz Pi veröffentlichte 2024 sogar ein Lied namens „Teufelsberg“.
Dokumentationen wie „Top Secret – Der berlin teufelsberg“ (ARD 2023) zeigen das anhaltende Interesse. Für Besucher bedeutet dies: Viele erkennen die Kulissen aus Filmen und können sie jetzt live erleben.
Fazit
Ihr Besuch auf dem Berliner Trümmerberg im Jahr 2026 verbindet mehrere faszinierende Zeitebenen miteinander. Drei historische Schichten – NS-Architektur, Kriegstrümmer und Spionageanlagen – machen diesen Berg zu einem lebendigen Geschichtsbuch.
Seit 2018 steht das gesamte Gelände unter Denkmalschutz. Dies sichert den Erhalt dieses einzigartigen Ortes für kommende Generationen. Der Ende der militärischen Nutzung ermöglichte diese Entwicklung.
Planen Sie für 2026 mindestens 2-3 Stunden Zeit ein. Kombinieren Sie eine Führung mit der Street-Art-Galerie und dem spektakulären Blick über Berlin. Die moderaten Eintrittspreise machen den Besuch für jeden erschwinglich.
Der Teufelsberg ist mehr als eine Sehenswürdigkeit – er zeigt, wie aus Zerstörung am Ende Kultur entsteht. Dieser berliner Ort gehört 2026 auf jede Reiseliste, die über Standardtouren hinausgeht.
FAQ
Woraus besteht der Berg eigentlich?
Was passierte hier zur Zeit des Kalten Krieges?
Kann man das Gelände heute besichtigen?
Ist der Ort auch für Familien geeignet?
Wurde die Lage schon für Filmaufnahmen genutzt?
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